Was sind die Unterschiede zwischen einem Gesundheitsberater und einem Gesundheitscoach?

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    Was sind die Unterschiede zwischen einem Gesundheitsberater und einem Gesundheitscoach?

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    Die Begriffe „Gesundheitsberater“ und „Gesundheitscoach“ werden oft synonym verwendet oder Gesundheitsberater bezeichnen sich selbst als „Gesundheitscoaches“ – obwohl sie eigentlich beraten und nicht coachen.

    Vielleicht bist du dir selbst noch nicht sicher, ob eine Ausbildung zum Gesundheitsberater oder eine Ausbildung zum Gesundheitscoach das Richtige für dich ist, weil du gar nicht weißt, was genau die Unterschiede sind.

    Oder du bist verwirrt, weil in vielen Gesundheitscoaching-Ausbildungen gar kein Coaching-Teil vorkommt, sondern ausschließlich beraten wird – obwohl das Wort „Coaching“ im Namen vorkommt.

    Um etwas „Licht ins Dunkel“ zu bringen und dir vor allem auch unser Verständnis von „Gesundheitscoaching“ darzulegen, erkläre ich dir in diesem Artikel, was genau die Unterscheide zwischen einem Gesundheitsberater und einem Gesundheitscoach sind.

    Denn obwohl „Coaching“ und „Beratung“ gerade im Gesundheitsbereich oft durcheinander geworfen werden, gibt es ganz klare Unterschiede zwischen beiden Ansätzen.

    GesundheitscoachPin

    Was macht ein Gesundheitsberater?

    Starten wir mit dem Gesundheitsberater und seinen Aufgaben.

    Experte für spezifisches Fachwissen

    Ein Gesundheitsberater hat spezifisches Fachwissen erworben und ist meist Experte für verschiedene Gesundheitsthemen. Welche Themen das genau sind, hängt von seiner Ausbildung ab. Häufig sind Gesundheitsberater zusätzlich in Bereichen wie Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Entspannung ausgebildet.

    Fokus auf Weitergabe von Wissen

    Das erworbene Fachwissen gibt der Gesundheitsberater weiter und unterstützt seine Klienten durch die Weitergabe von Ratschlägen und Empfehlungen bei der Entwicklung gesunder Gewohnheiten und der Erreichung von Gesundheitszielen.
    Er legt konkrete Handlungsanweisungen fest, indem er beispielsweise Wochen- bzw. Ernährungspläne oder Fitnesspläne erstellt, an die der Klient sich halten soll.

    Platt ausgedrückt bedeutet das: der Gesundheitsberater sagt dem Klienten, was er machen soll.

    Die Lösung wird vorgegeben

    Ein Gesundheitsberater gibt seinem Klienten damit die Lösung für sein Problem oder die Schritte zu seinem Ziel vor – der Gesundheitsberater entscheidet, was das Richtige für den Klienten ist.

    Ob diese Lösung tatsächlich für den Klienten stimmig und umsetzbar ist, wird meist nicht oder nur in geringem Maße in Erfahrung gebracht.

    Was macht ein Gesundheitscoach?

    Wie hingegen ein Gesundheitscoach arbeitet, erfährst du im Folgenden.

    Haltung des „Nicht-Wissens“

    Eine zentrale Haltung im systemisch-integrativen Gesundheitscoaching ist die Haltung des „Nicht-Wissens“. Das bedeutet, dass der Coach keine Annahmen oder Hypothesen über den Klienten oder das Problem bildet. Er geht also nicht davon aus, zu wissen, was gut für den Klienten ist – denn letztlich kann das nur der Klient selber wissen. So geht der Gesundheitscoach auch davon aus, dass der Klient seine eigene Situation am besten kennt und in der Lage ist, Lösungen für seine Probleme zu finden.

    Dadurch bleibt der Coach neugierig und interessiert und kann offene Fragen stellen, die dem Klienten helfen können, seine eigenen Lösungen zu entwickeln. Dabei geht es darum, ihm zu helfen, seine eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken und diese zu nutzen, um positive Veränderungen zu erreichen.

    Wichtig: Die Haltung des „Nicht-Wissens“ bedeutet nicht, dass der Coach keine Fachkenntnisse oder Erfahrung hat!

    Der Coach als Experte für den Coachingprozess

    Der Gesundheitscoach ist Experte für den Coachingprozess, aber nicht für die Themen und Probleme des Klienten. Deshalb gibt der Gesundheitscoach auch keine Tipps oder Ratschläge.

    Ein Gesundheitscoach konzentriert sich darauf, seine Klienten bei der Entwicklung gesunder Gewohnheiten und der Erreichung ihrer Gesundheitsziele zu unterstützen, indem er ihnen dabei hilft, ihre eigenen Ressourcen, Fähigkeiten und Lösungen zu identifizieren und diese zu nutzen. Für diesen Prozess ist der Gesundheitscoach Experte.

    Der Klient als Experte für das eigene Leben

    Der Klient hingegen wird als Experte für sein eigenes Leben angesehen. Dieses sogenannte „Expertenmodell“ basiert auf der Annahme, dass der Klient über alle notwendigen Ressourcen verfügt, die er benötigt, um seine Ziele zu erreichen. Entsprechend gibt der Gesundheitscoach keine Lösungen vor (und erstellt beispielsweise keine Trainings- oder Wochenpläne).

    Vielmehr unterstützt er den Klienten mit verschiedenen Coaching-Methoden, seine individuellen Lösungen zu finden und seine eigenen Ressourcen und Fähigkeiten zur Verbesserung seiner Gesundheit und seines Wohlbefindens zu identifizieren und zu nutzen. Der Klient entscheidet, was das Richtige für ihn ist – nicht der Coach.

    Dadurch werden die Selbstwirksamkeit und die Eigenverantwortung des Klienten für seine eigene Gesundheit gestärkt. Statt Ratschläge von außen zu geben, ermutigt der Gesundheitscoach seinen Klienten, seine eigenen Ressourcen und Lösungen zu erkennen und diese zu nutzen.

    Zusammenfassung

    Die Herangehensweisen von einem „Gesundheitsberater“ und einem „Gesundheitscoach“ sind klar voneinander getrennt.

    Der größte Unterschied besteht darin, dass ein Gesundheitsberater seinem Klienten konkrete Handlungsanweisungen gibt und ihm sagt, was er machen soll, um sein Ziel zu erreichen.

    Der Gesundheitscoach hingegen gibt keine direkten Ratschläge oder Lösungen vor, sondern unterstützt den Klienten dabei, seine individuellen Lösungen zu finden. Der Klient ist dabei der aktive Gestalter seines eigenen Veränderungsprozesses. Der Gesundheitscoach ist Begleiter, der den Klienten dabei unterstützt, seine Gesundheitsziele zu definieren und seine eigenen Stärken und Ressourcen zu identifizieren und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

    Wichtig: Hier geht es nicht darum, ob Gesundheitscoaching oder Gesundheitsberatung „besser“ oder „schlechter“ ist. Es handelt sich dabei um zwei unterschiedliche Ansätze, die beide ihre Berechtigung haben.

    Mit diesem Artikel möchte ich dir vielmehr helfen, eine Entscheidung zu treffen, in welche Richtung du dich weiterentwickeln möchtest.

    Ich selbst habe in meiner Arbeit als Gesundheitswissenschaftlerin und Ernährungsexpertin irgendwann gemerkt, dass ich mit reiner Beratung nicht mehr weiterkomme. Für mich war eine Coaching-Ausbildung der nächste logische Schritt.

    Mit dem systemisch-integrativen Gesundheitscoaching habe ich einen Weg gefunden, wie ich selbst mein Potenzial viel besser ausschöpfen und meinen Kunden helfen kann, ihre Gesundheitsziele noch besser zu erreichen.

    Dieses Wissen und meine Erfahrungen gebe ich ab dem 01.10.2023 in der Ausbildung zum systemisch-integrativen Gesundheitscoach weiter.

    Unsere nächste Ausbildung zum systemisch-integrativen Gesundheitscoach (SIGC®) startet am 01.10.2024. Die Anmeldung öffnet voraussichtlich im April 2024. Trag dich jetzt in unsere exklusive Warteliste ein – 100 % unverbindlich.

    Beitragsbild: nenetus 
    – stock.adobe.com
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