Die 5 größten Irrtümer über systemisch-integratives Gesundheitscoaching

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    Die 5 größten Irrtümer über systemisch-integratives Gesundheitscoaching

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    Im Bereich des Gesundheitscoachings ist das systemisch-integrative Gesundheitscoaching (SIGC®) eine effektive Methode, um Menschen bei der Erreichung ihrer Gesundheitsziele zu unterstützen. Da der Ansatz hierzulande noch nicht weit verbreitet ist, gibt es einige Missverständnisse und Irrtümer, die über diese Form des Coachings existieren. Deshalb schauen wir uns in diesem Artikel die 5 größten Irrtümer über SIGC an und klären diese auf.

    Irrtum 1: Gesundheitscoaches sind Experten, die Ratschläge und Tipps geben

    Systemisch-integrative Gesundheitscoaches geben ihren Klienten keine Tipps oder Ratschläge oder schreiben ihnen Lösungen vor. Sie sind vielmehr Experten für den Gesundheitscoaching-Prozess, in dem sie den Klienten dabei unterstützen, eigene Lösungen für seine Gesundheitsziele zu entwickeln und neue Einsichten und Kenntnisse zu gewinnen. Systemisch-integrative Gesundheitscoaches müssen aber keine Experten für die vielfältigen Themen, die der Klient mit ins Coaching bringt, sein – außer, sie haben eine entsprechende Zusatz-Ausbildung.
    Das Coaching basiert vielmehr auf der Annahme, dass der Klient die Antworten für sich selbst bereits in sich hat. Der Coach hilft ihm dabei, diese Antworten zu entdecken.

    Irrtum 2: Gesundheitscoaching ist das gleiche wie Gesundheitsberatung

    Der zweite Irrtum schließt sich direkt an den ersten an: Oft wird angenommen, dass Gesundheitscoaching das gleiche wie Gesundheitsberatung ist. Und das ist auch kein Wunder, denn viele Gesundheitsberater bezeichnen sich selbst als „Gesundheitscoach“, obwohl sie beraten und nicht coachen. Die beiden Begriffe können aber nicht synonym verwendet werden, denn es handelt sich dabei um zwei verschiedene Ansätze.

    Gesundheitsberatung konzentriert sich typischerweise auf die Vermittlung von Fachwissen und gibt Informationen zu Gesundheitsthemen weiter. Ein Gesundheitsberater gibt Tipps, Ratschläge und Anweisungen, wie Ziele erreicht werden können.

    Systemisch-integratives Gesundheitscoaching hingegen zielt darauf ab, den Klienten dabei zu unterstützen, seine eigenen Ziele zu identifizieren, persönliche Strategien zu entwickeln und Verhaltensänderungen vorzunehmen, um seine Gesundheitsziele zu erreichen. Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung der individuellen Ressourcen und der Eigenverantwortung des Klienten. Systemisch-integrative Gesundheitscoaches sind Partner und Unterstützer in diesem Prozess, ohne direkte Anweisungen oder Ratschläge zu geben. So bietet das SIGC eine Möglichkeit, den Empowerment-Prozess des Klienten zu fördern und eine nachhaltige Veränderung anzustoßen, indem er ermutigt wird, seine eigenen Ressourcen und Fähigkeiten zu nutzen.

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    Irrtum 3: Gesundheitscoaching enthält auch Ernährungsberatung

    Oft wird angenommen, dass systemisch-integratives Gesundheitscoaching auch Ernährungsberatung beinhaltet. Obwohl Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit ist und auch im systemisch-integrativen Gesundheitscoaching Thema ist, wird im systemisch-integratives Gesundheitscoaching nicht auch nicht zu Ernährungsthemen beraten.

    In der Ernährungsberatung geht es darum, individuelle Ernährungsbedürfnisse zu identifizieren, Informationen über gesunde Ernährung zu vermitteln und mögliche Probleme oder Herausforderungen in Bezug auf die Ernährung anzugehen. Ernährungsberater erstellen Ernährungspläne und geben spezifische Ernährungsempfehlungen, Tipps und Ratschläge, wie eine gesunde Ernährung im Alltag umgesetzt werden kann. Das Hauptziel der Ernährungsberatung besteht darin, das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung zu schärfen, gesunde Essgewohnheiten zu fördern und spezifische Ernährungsziele zu erreichen.

    Systemisch-integratives Gesundheitscoaching bezieht sich nicht nur auf die Ernährung, sondern betrachtet den Menschen als Ganzes und integriert verschiedene Methoden. Es beruht auf der Idee, dass alle Aspekte des Lebens miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Somit werden auch die psychische und emotionale Gesundheit sowie andere Aspekte des Wohlbefindens mit einbezogen.

    Das Coaching konzentriert sich darauf, individuelle Ressourcen, Fähigkeiten und Potenziale zu entdecken und zu entwickeln, um Veränderungen im Verhalten, Denken und Fühlen herbeizuführen.

    Hier werden jedoch keine Ernährungsempfehlungen gegeben oder Ernährungspläne erstellt. Stattdessen kann der Gesundheitscoach beispielsweise gemeinsam mit dem Klienten individuelle Strategien erarbeiten, wie der Klient eine gesunde Ernährung in seinen Alltag integrieren kann. Dies geschieht immer unter der Berücksichtigung der sozialen Systeme, in denen der Klient sich befindet, also beispielsweise mit Blick auf seine Familie oder seine Arbeit.

    Natürlich kann ein systemisch-integrativer Gesundheitscoach zusätzlich eine Ausbildung in Ernährungsberatung haben und dies in der Praxis integrieren.

    Irrtum 4: Gesundheitscoaching ist dasselbe wie Psychotherapie

    Obwohl Gesundheitscoaching und Psychotherapie einige Gemeinsamkeiten haben, ist eine klare Abgrenzung wichtig, denn Coaching und Therapie sind nicht das gleiche.

    Beide Formate haben zum Ziel, das Verhalten des Klienten in Bezug auf sein Ziel zu verändern. Dabei stehen sowohl das individuelle Anliegen des Klienten als auch sein subjektives Erleben im Vordergrund.

    Psychologische Psychotherapie richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und befasst sich in erster Linie mit der Bewältigung von psychischen Problemen, Traumata und emotionalen Herausforderungen. Zudem werden in der Psychotherapie auch Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit bearbeitet, die den Alltag der Patienten beeinflussen.
    Der Blick in der Therapie ist meist in die Vergangenheit gerichtet, der Fokus liegt auf den Problemen des Patienten.

    Systemisch-integratives Gesundheitscoaching hingegen konzentriert sich auf die Erreichung von Gesundheitszielen durch die Förderung von Verhaltensänderungen. Gesundheitscoaching ist meist zukunftsorientiert: Coach und Klient entwickeln Strategien, mit denen der Klient seine Gesundheitsziele erreichen und die dafür notwendigen Schritte umsetzen kann. Es wird geschaut, wie der Klient es aus eigener Kraft schaffen kann, sein Ziel zu erreichen. Im Gegensatz zur Therapie werden im Coaching keine Probleme betrachtet, sondern Lösungen.

    Irrtum 5: Gesundheitscoaching ist nur für Personen mit gesundheitlichen Problemen relevant

    Systemisch-integratives Gesundheitscoaching ist nicht nur für Menschen mit gesundheitlichen Problemen geeignet. Es wird vor allem präventiv eingesetzt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern. So kann Gesundheitscoaching helfen, einen gesunden Lebensstil zu fördern, Stress abzubauen und das Energielevel zu steigern. Zudem kann es helfen, Ziele zu definieren, Potenziale zu entfalten und persönliches Wachstum zu fördern.

    Grundsätzlich richtet sich Coaching an gesunde Menschen. Systemisch-integratives Gesundheitscoaching kann aber auch bei kranken Menschen unterstützend helfen. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Coaches nicht heilen und keine medizinischen oder psychologischen Dienstleistungen erbringen können (außer eine entsprechende Zusatzqualifikation besteht).

    Zusammenfassung

    Systemisch-integratives Gesundheitscoaching ist eine wertvolle Methode, um Menschen bei der Erreichung ihrer Gesundheitsziele und der Verbesserung ihres Wohlbefindens zu unterstützen.

    Wichtig ist, dass systemisch-integratives Gesundheitscoaching und Gesundheitsberatung zwei verschiedene Ansätze sind: im systemisch-integrativen Gesundheitscoaching wird nicht beraten und es werden keine Tipps oder Ratschläge gegeben.

    Dementsprechend findet im systemisch-integrativen Gesundheitscoaching auch keine Ernährungsberatung statt.

    Auch muss zwischen Gesundheitscoaching und Psychotherapie unterschieden werden – auch hier handelt es sich um zwei verschiedene Ansätze.

    Des Weiteren ist Gesundheitscoaching nicht nur für Personen mit gesundheitlichen Problemen relevant, sondern wird vor allem präventiv eingesetzt.

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